Gaszähler: Kubikmeter in Kilowattstunden umrechnen
Kurz gesagt: Dein Zähler zählt Kubikmeter, abgerechnet werden Kilowattstunden. Umgerechnet wird mit zwei Zahlen, die auf deiner Rechnung stehen: Zustandszahl und Brennwert.
Ein Beispiel zum Nachrechnen
Zwischen zwei Ablesungen sind 250 m³ vergangen. Auf der Rechnung stehen eine Zustandszahl von 0,9650 und ein Brennwert von 11,2 kWh/m³:
Bei einem Arbeitspreis von 12 Cent brutto sind das 324,24 € für diesen Zeitraum, plus Grundpreis.
Was dabei am häufigsten schiefgeht
- Mit zehn multiplizieren. Die verbreitete Faustformel „ein Kubikmeter sind zehn Kilowattstunden" liegt je nach Gasqualität um mehrere Prozent daneben. Bei 2.700 kWh im Quartal ist das schnell ein zweistelliger Eurobetrag.
- Werte vom Vorjahr weiterverwenden. Brennwert und Zustandszahl stehen auf jeder Rechnung neu. Der Brennwert schwankt mit dem Gas, das gerade im Netz ist.
- Andere Zeiträume vergleichen. Das Abrechnungsjahr deines Versorgers beginnt selten am 1. Januar. Wer den eigenen Wert gegen die Rechnung hält, muss denselben Ausschnitt wählen. Sonst vergleicht er Februar mit Juli.
Wo die Zahlen auf der Rechnung stehen
Meist im Abschnitt „Berechnung des Verbrauchs" oder „Umrechnung in Kilowattstunden", oft klein gedruckt neben den Zählerständen. Die Zustandszahl liegt üblicherweise nahe bei 1 und hängt von Höhenlage und Druck ab; der Brennwert steht in kWh/m³.
Und wenn man es nicht jedes Mal selbst rechnen will
Genau dafür gibt es Zählora: Zustandszahl und Brennwert einmal eintragen, danach rechnet die App bei jeder Ablesung selbst, in Kilowattstunden und in Euro. Weitere Fragen beantwortet die Hilfeseite.