Abschlag zu hoch? So rechnest du es nach
Kurz gesagt: Rechne nach, statt zu schätzen. Dein Jahresverbrauch mal Arbeitspreis, plus Grundpreis, geteilt durch zwölf. das ist der Abschlag, der passen würde. Alles deutlich darüber zahlst du vor, ohne Zinsen dafür zu bekommen.
Die Rechnung in einer Zeile
Beispiel: 2.800 kWh Strom im Jahr, 34 Cent brutto je Kilowattstunde, 140 € Grundpreis.
+ 140 € Grundpreis = 1.092 €
÷ 12 = 91 € im Monat
Wer hier 130 € zahlt, überlässt dem Versorger übers Jahr rund 470 €. und bekommt sie erst mit der Abrechnung zurück.
Warum der Abschlag oft zu hoch angesetzt ist
- Er stammt aus einem teuren Jahr. Versorger rechnen mit dem Verbrauch der Vergangenheit und dem Preis der Gegenwart. Fallen die Preise, bleibt der Abschlag oft stehen.
- Ein Umzug oder ein neues Gerät ist nicht berücksichtigt. Eine Wärmepumpe hebt den Stromverbrauch, eine Anlage auf dem Dach senkt ihn. Beides sieht der Versorger erst ein Jahr später.
- Niemand hat nachgerechnet. Der häufigste Grund. Ohne eigene Zahlen fehlt die Grundlage, um zu widersprechen.
Was du brauchst, um es zu belegen
Zwei Zählerstände mit Datum genügen für eine erste Hochrechnung. Je weiter sie auseinanderliegen, desto belastbarer. Wichtig ist nur, dass du denselben Ausschnitt des Jahres vergleichst: Wer den Januar hochrechnet, landet bei der Heizung viel zu hoch, weil der Juli nicht so aussieht.
Zählora nimmt dir das ab: Es kennt deinen Abschlag, rechnet aufs Jahresende hoch und sagt dir schon im Oktober, ob eine Nachzahlung kommt oder Geld zurück. Was geschätzt ist, steht dabei als geschätzt da. Mehr auf der Hilfeseite.